Nützliche Systeme.

Nützliche Systeme.

Fotos: Volkswagen AG  |  August 2017

Assistenzsysteme können im Einzelfall dabei helfen, Unfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu vermindern und den Stress am Steuer zu senken. Die Haltung von Volkswagen war schon immer, diesen Komfort möglichst vielen Kunden zugänglich zu machen. Eine nützliche Auswahl an Assistenzsystemen im Überblick.

In den letzten Jahren hat sich der Bereich der Fahrassistenzsysteme besonders schnell und vielfältig entwickelt. Mithilfe von neuartigen Sensoren konnten neue Helfer für unterwegs entwickelt werden, die durchweg einen Zweck verfolgen: Autofahrern in alltäglichen Situationen unter die Arme zu greifen, ihr Am-Steuer-Erlebnis zu optimieren – und damit helfen zu können, Stress und im Einzelfall Unfälle zu reduzieren. Praktischer Kundennutzen als oberstes Ziel.

Bei Volkswagen stand schon immer im Mittelpunkt, Premiumsysteme möglichst bald auch für den Volumenmarkt anzubieten. Durch diese Demokratisierung der Assistenzsysteme ist durch die Jahre ein großes Portfolio unterschiedlicher Angebote und Pakete entstanden. Alle können wir hier zwar nicht vorstellen – aber die unten stehende Auswahl gibt einen guten Überblick: Helfer für tägliche Fahr- und Einparksituationen, für Nachtfahrten und Gefahrensituationen. Systeme, die vor allem mehr Fahrkomfort bieten.

1. Beim Fahren

Spurhalteassistent „Lane Assist“*

Lange Autobahnfahrten können gerade deshalb besonders ermüdend wirken, weil sie oft monoton verlaufen. Hier hilft der Spurhalteassistent „Lane Assist“: Über eine Kamera im Bereich des Innenspiegels werden die Fahrbahnbegrenzungen erfasst. Erkennt das System, dass der Wagen von der Spur abweicht, macht es den Fahrer mit einem leichten Gegenlenken darauf aufmerksam.

Spurwechselassistent „Side Assist“ Plus*

Wer zum Überholvorgang ansetzt oder auf eine Abbiegespur wechselt, kann gerade bei dichtem Verkehr die Übersicht verlieren. „Side Assist“ warnt den Fahrer mit LED-Leuchten im Außenspiegel, wenn ein Spurwechsel gefährlich werden könnte, wenn das System ein Fahrzeug auf der Nebenspur erkennt, das sich von hinten schnell nähert oder sich im toten Winkel befindet. In Verbindung mit „Lane Assist“ kann das System den Fahrer zusätzlich durch eine Lenkradvibration und korrigierende Lenkeingriffe warnen. Das System funktioniert ab 15 km/h. Das System ersetzt nicht den Schulterblick.

 

 

 

Stauassistent*

Stundenlanges Stop and Go kann anstrengend werden. Vor allem, wenn man mit dem Auto in einer Staukolonne steckt. Der Stauassistent ist eine Kombination aus den Systemen ACC und Lane Assist (siehe links), funktioniert zwischen 0 und 60 km/h. Geregelt werden dabei – im Rahmen der Systemgrenzen – der Abstand zum vorausfahrenden Auto und die Geschwindigkeit. Außerdem hilft es dem Fahrer, die Spur zu halten – und schon wird der Ärger über den Stau ein wenig kleiner.

Automatische Distanzregelung ACC mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung*

Damit macht man nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen Verkehrsteilnehmern das Leben leichter: indem man Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Die Distanzregelung misst die Entfernung und die Relativgeschwindigkeit zwischen dem eigenen und dem vorausfahrenden Fahrzeug. Der gewünschte Abstand und die Geschwindigkeit lassen sich über Tasten am Multifunktions-Lenkrad bzw. dem Lenkstockhebel einstellen. Die vorausschauende Geschwindigkeitsregelung bezieht erkannte Geschwindigkeitsbegrenzungen und Kurvenverläufe mit in die ACC-Regelung ein.

2. Beim Parken und Rangieren

Ausparkassistent*

Besonders wenn man sich in den fließenden Verkehr einfädeln muss, kann rückwärtiges Ausparken knifflig werden. Zum Glück können die Sensoren im Heckstoßfänger mehr sehen als der Fahrer: Das System kann den seitlichen Bereich hinter dem Fahrzeug überwachen. Wenn ein vom System erkanntes Auto gefährlich nahe kommt, wird es im Infotainmentsystem angezeigt, und ein Warnton erklingt. Bleibt dann die Reaktion des Fahrers aus, wird ein Bremseingriff eingeleitet, der die Kollision verhindern kann oder die Unfallschwere mindert.

Der Ausparkassistent wird in Kombination mit „Blind Spot“-Sensor oder Spurwechselassistent „Side Assist“ angeboten.

Umgebungsansicht „Area View“*

Zum optimalen Rangieren bräuchte man als Fahrer eigentlich einen 360-Grad-Rundblick. Die Umgebungsansicht kommt dem Ideal schon recht nahe: Sie kombiniert vier Kameras, die einen großen Bereich rund ums Auto beobachten können. Eine Auswahl aus diversen Ansichten steht zur Verfügung, dargestellt im Display des Navigationssystems oder Radios.

Anhängerrangierassistent „Trailer Assist“*

Es ist eine Wissenschaft für sich: das Rückwärtsrangieren mit Anhänger. Wer bei diesen Worten Stress empfindet, muss jetzt nicht mehr verzweifeln. „Trailer Assist“ übernimmt bei gängigen Anhängern selbst das Lenken. Hat der Fahrer den Bereich identifiziert, in den er rangieren möchte, und sichergestellt, dass dieser frei ist, gibt er über den Verstellschalter des Außenspiegels die Richtung an, in die der Anhänger einschlagen soll. Der Fahrer legt den Rückwärtsgang ein und drückt den Parkhilfe-Taster – „Trailer Assist“ übernimmt nun das Lenken. Der Fahrer bremst und beschleunigt selbst und überwacht dabei das sichere Rückwärtsfahren.

3. Bei Nacht

Dynamische Fernlichtregulierung „Dynamic Light Assist“*

Aufblenden, abblenden, aufblenden … Der typische Rhythmus der Nachtfahrt gehört mit diesem System der Vergangenheit an: Die Fernlichtregulierung erkennt (über eine Kamera im Bereich des Innenspiegels) im Rahmen der Systemgrenzen entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge und blendet Teile des Frontlichts aus, sodass diese Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

4. Im Notfall

„Emergency Assist“*

Es sind die Fälle, für die man kaum vorsorgen kann: Dass der Fahrer plötzlich ausfällt, während er am Lenkrad sitzt, kann viele Gründe haben. Dann übernimmt „Emergency Assist“ die Teilsteuerung: Stellt das System fest, dass der Fahrer nicht mehr lenkt, beschleunigt oder bremst, versucht das System, durch Warnblinken und Schlingern in der eigenen Spur den Fahrer zu alarmieren sowie andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Ist auch das vergeblich, wird versucht, das Auto kontrolliert abzubremsen.

Proaktives Insassenschutzsystem*

Falls sich eine Kollision nicht mehr vermeiden lässt, können bestimmte Assistenzsysteme dennoch in einzelnen Fällen zum Schutz der Passagiere beitragen. Das System erfasst Situationen mit hohem Unfallpotenzial und trifft verschiedene Vorbereitungen für den Fall der Fälle: Gurte der Insassen werden gestrafft, Fenster und Schiebedach fast ganz geschlossen – was bei einem eventuellen Aufprall mehr Schutz bieten würde. Ist die Gefahr vorbei, wird die Gurtstraffung wieder gelockert.

Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist mit vorausschauendem Fußgängerschutz“*

„Front Assist“ reagiert in zwei Stufen auf kritische Annäherungssituationen: In der ersten Stufe warnt das Assistenzsystem den Fahrer mit akustischen und optischen Signalen vor plötzlich stark verzögernden oder langsam vorausfahrenden Fahrzeugen oder querenden Fußgänger und der damit verbundenen Kollisionsgefahr.

Parallel dazu wird das Fahrzeug auf eine Notbremsung „vorbereitet“. Die Bremsbeläge werden an die Bremsscheiben angelegt, ohne dass es zu einer Fahrzeugverzögerung kommt. Das Ansprechverhalten des hydraulischen Bremsassistenten wird sensibler geschaltet.

Sollte der Fahrer nicht auf die Warnung reagieren, wird er in der zweiten Stufe durch einen einmaligen kurzen Bremsruck auf einen drohenden Auffahrunfall hingewiesen und das Ansprechverhalten des Bremsassistenten weiter erhöht. Tritt der Fahrer dann auf die Bremse, steht sofort die volle Bremsleistung zur Verfügung. Ist die Bremsung nicht stark genug, erhöht „Front Assist“ den Bremsdruck auf das erforderliche Maß, damit das Fahrzeug möglichst vor dem Hindernis zum Stehen kommen kann. Bremst der Fahrer gar nicht, bremst „Front Assist“ automatisch. Ziel: Geschwindigkeit aus der Kollision zu nehmen, um die Schwere des Unfalls zu mindern oder ihn zu verhindern.

„Front Assist“ unterstützt den Fahrer über den gesamten Geschwindigkeitsbereich (bis 250 km/h).

Multikollisionsbremse*

Unbeteiligte können schnell ohne Schuld in einen Unfall hineingezogen werden. Zur möglichen Verhinderung weiterer Unfälle in Folge gibt es bei Volkswagen ein System: Die Multikollisionsbremse leitet nach einer Kollision automatisch eine Bremsung ein. Durch eine Kollision kann es dazu kommen, dass das Fahrzeug unkontrolliert in den Gegenverkehr fährt oder in weitere Kollisionen involviert wird. Durch die automatische Bremsung soll dies verhindert werden.

*Alle Fahrassistenzsysteme arbeiten ausschließlich innerhalb der Systemgrenzen.

2018-04-25T13:44:44+00:00 Categories: Volkswagen News|